Mit mehr Sand im Getriebe als so manche ungepflasterte Auffahrt präsentierte sich der GTV beim Jahresauftakt in Altenholz. Mit 24:21 konnten aber zwei wichtige Zähler eingefahren werden, so dass das Minimalziel erfüllt wurde: "Gewinnen, egal wie."
Nach den zuletzt sehr ernüchternden Ergebnissen (Heimniederlagen gegen Heikendorf und Wellingdorf 2) spürte man die Verunsicherung beim GTV. Die vorangegangene fast komplett trainingsfreie Zeit war ebenfalls keine optimale Vorbereitung auf die Rückrunde in der Kreisoberliga. 
Zumindest konnte Henrik Heinicke aber wieder auf Sven Stolze und Gunnar Westphal zurück greifen. Beide wollten, sollten und konnten der Deckung wieder mehr Stabilität geben. Die Saison gelaufen ist auf jeden Fall für Per-Ole Lübker, der sich im Dezember abermals schwer am Meniskus verletzte.

Doch die ersten sechs Spielminuten wechselten die Gesichter auf der Tribüne von Schmunzeln, zu Kopfschütteln und wieder zurück zu Schmunzeln. Beide Offensivreihen haderten wohl noch mit dem Neujahrssekt, denn die Wand der Altenholzer Kreissporthalle wurde massiv auf Festigkeit geprüft. Gerade Arne Reins sollte so seine Probleme mit dem Spielgerät haben, und drosch den Ball gleich mehrfach überdeutlich über das Gebälk, gehütet vom besten Altenholzer Hartmut Horn. Trotzdem sollte Reins auch an diesem Tage wieder gefährlichster GTV Akteur mit 7 Treffern sein.

So stand es auch nach 11 Minuten noch 3:1 für die Gastgeber, im Angriff lief wenig zusammen, und wenn wurden beste Gelegenheiten ausgelassen. Über Kampf mussten man ins Spiel finden, und das tat man nun auch. Tim Nohns, für den kurzfristig verletzten Jonas Goos von Anfang an ins Tor gerückt, überzeugte im ersten Durchgang und hielt seine Farben im Spiel. Tore blieben trotzdem Mangelware, und so konnte der GTV erstmalig nach 22 Minuten in Führung gehen. (7:6)
Bis zum 10:8 Halbzeitstand blieb aber weiter das Manko Chancenverwertung: einzig Oldie Timo Carstensen zeigte mit 4/5 Würfen eine gute Ausbeute auf Rechtsaußen.


Der zweite Durchgang bot weiterhin Handball Magerkost. Wenig gelungene Aktionen, viel Kampf und Krampf in fast jedem Angriff. Und da TSVA-Youngster Max Aßmann nun aufdrehte (6 Tore), konnte Altenholz beim 15:15 erstmalig ausgleichen. (42. Minute)
Auffällig auch heute wie selten Überzahlsituationen beim GTV genutzt wurden: in der nickligen Partie, gut geleitet von Schiedsrichter Ralf Rathje, gab es insgesamt drei Doppelhinausstellung. Doch genutzt wurden diese selten. Als der TSVA in der 45. Minute sogar in Führung ging, reagierte Heinicke und nahm seine Auszeit. Die nun auf Messers Schneide stehende Partie wurde zwischen der 51. und 58. Minute entschieden, als der ins Tor gerückte Chris Dammann vier wichtige Würfe parierte und kein Gegentor in dieser Phase zuließ.
Beim 23:20 in der 57. Minute war das Spiel entschieden, Gerrit Herforth behielt diesmal vom Siebenmeterpunkt die Nerven und sicherte seiner Mannschaft zwei wichtige Punkte gegen den Abstieg. Zwar ist man aktuell mit 14:10 Punkten Dritter in der Tabelle, jedoch trennen nur vier Punkte vom drittletzten Platz, und dieser wäre Stand heute ein Abstiegsplatz.


Am Dienstag kommt der TSV Klausdorf nach Gettorf um das Kreispokal-Viertelfinale auszuspielen. Aktuell ist die Mannschaft Vierter in der Kreisliga Kiel, und heißer Anwärter auf den Aufstieg in die Kreisoberliga.
Die Aufstellung/Torschützen: Tim Nohns, Chris Damann, Arne Reins 7, Gerrit Herforth 4, Daniel Rusch 1, Sven Großmann 1, Steffen Augspach 4, Timo Carstensen 4, Mattis Klaaß, Dominic Grapengeter, Sven Stolze 2, Gunnar Westphal 1 und Finn Hahnewald.