Am Sonntag trennten sich die beiden Kontrahenten in der Kreisoberliga mit einem sehr deutlichen 33:25 (17:12). Obwohl es sich bei dem Ergebnis um eine unglaublich vernichtende Niederlage handeln könnte, sollte man zunächst auf die Details im Spiel eingehen. Denn die Jungs vom GTV rannten nicht die gesamte Zeit mit einem hohen Rückstand hinter dem Gastgeber her.

Hin und wieder zeigten sich auf Seiten der Gäste auch deren Stärken, sodass sie sich nach einem 9:3 Rückstand bis auf ein Tor rankämpfen konnten. Danach präsentieren sich die Gettorfer leider nicht sehr konsequent und durchdacht. Immer wieder wurden technische Fehler zum Verhängnis. In Bezug auf die Defensive sollte eventuell noch erwähnt werden, dass dort in der Regel keine Gegenwehr zu sehen war und die Kommunikation erinnerte eher an einen Bingoabend auf einer Kaffeefahrt. Ab und an wurde mal kurz etwas gesagt, aber wenn, dann meist zu spät. Die beiden Schlussmänner waren auch sichtlich geknickt, da sie nicht nur im Stich gelassen wurden, sondern zusätzlich nicht den besten Start ins Spiel erwischt hatten. Lediglich Christian ergriff die Initiative und konnte aus dem Rückraum erfolgreich, und das mehrmals, abschließen.
Im zweiten Durchgang veränderte sich das Bild nicht sonderlich. Versuche die gegnerische Abwehr zu knacken endeten zu oft mit zweifelhaften Laufwegen oder erstickten in totaler Passivität. Unvorbereitete Abschlussversuche führten selten zum Erfolg und irgendwie war sich keiner so ganz seiner Aufgabe bewusst. Bevor die ersten Mutmaßungen kommen: Es war nicht alles Grütze. Im Tor blühte Jonas auf und konnte viele wichtige Bälle halten.
Zusammenfassend kann über dieses Spiel gesagt werden, dass die Mannschaft gezeigt hat, was sie ausmacht. Leider den gesamten Fundus. Vom unkontrollierten Chaoshandball bis hin zum konsequenten Spielstil war sowohl in der Abwehr, als auch im Angriff alles dabei. Sogar eine rote Karte für Danilo, den Rübel. Dieses Mal kann auch behauptet werden, dass nicht der Gegner zu der Niederlage geführt hat, sondern der schlimmste Feind einer geschlossen Truppe: Eine Unsicherheit und Inkonsequenz.

Tore: Krause (9), Fischer (6/4), Quickert (3), Stolze (2). Carstensen, Graf, Henschel, Voss und Vester (je 1).