Lange hat die 1. Herren nichts mehr von sich hören lassen. Seit dem letzten Saisonspiel im März hat die Mannschaft einen großen Transformationsprozess erlebt. Bevor wir uns aber mit der aktuellen Situation befassen, wollen wir einen kleinen Rückblick auf die letzte Spielzeit werfen. Genau wie in diesem Jahr, musste die 1. Herren einen neuen Trainer finden. Nachdem die externe Suche keinen Erfolg hatte, fand man intern die Lösung in Sven Stolze. Aufgrund der Fusion zwischen 1. und 2. Herren kamen im ganzen Jahr über 20 Spieler zum Einsatz. Für Neutrainer Stolze eine schwierige Aufgabe allen Beteiligten Spielanteile zu geben, was aber grundsätzlich gelang. Neben dem souveränen Meister aus Dänischenhagen schloss man die Saison mit 32:10 Punkten als Vizemeister der Kreisoberliga ab. Stolze hatte schon frühzeitig angekündigt, wieder auf statt neben dem Spielfeld agieren zu wollen und auch einige Abgänge zeichneten sich ab.

 

Eine der Baustellen vor dieser Saison war wieder einmal der Trainerposten. Doch hier wurde man schnell fündig. Von der TSG Schönkirchen konnte Michael Schulz gewonnen werden. Der 49jährige Trainer schwang vier Jahre das Zepter bei dem Kreisoberligisten am Ostufer und sucht jetzt beim GTV eine neue Herausforderung. Für ihn hatte das Ganze auch logistische Vorteile, da er in Dänischenhagen wohnt. Ein längeres Interview mit dem neuen Trainer folgt hier an dieser Stelle.

Während der Trainerposten durch nur durch eine Person ausgetauscht werden musste, gibt es einen wesentlich größeren Umbruch in der Mannschaftsstruktur der 1. Herren zu verzeichnen. Mit Steffen Augspach, Dominik Henschel und Arne Reins gehören gleich drei Spieler nicht mehr zum Kader, die jahrelange das Mannschaftsbild prägten. Steffen wird ab sofort für die 2. Herren auf Torejagd gehen. Sein Fehlen wird sich auch an dieser Stelle bemerkbar machen, so war er für den Aufbau und die kontinuierliche Berichterstattung der GTV-Homepage hauptverantwortlich. Arne Reins hingegen hat sich dem TSV Altenholz 2 in der Landesliga angeschlossen. Er möchte gerne noch einmal in einer höheren Liga angreifen und hat zum ersten Mal den Verein gewechselt. Anders sieht es bei Dominik Henschel aus. Dodo wird aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr Handball spielen können. Die 1. Herren wünscht noch einmal von dieser Stelle alles Gute für die schwere Zeit und gute Besserung.
Mit diesen drei Spielern fallen die Toptorschützen der letzten Saison aus sowie wichtige Säulen im 3-2-1-Deckungsverband weg. Hinzu kommen die Abgänge von Per-Ole Lübker, der ebenfalls in die 2. Herren wechselt und Stanislaw Karpow, der aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung steht. Den großen Aderlass gilt es jetzt für die verbliebenen Spieler aufzufangen. Auch in der Hierarchie und Führung innerhalb des Team sind jetzt Spieler wie Stolze, Herforth und Quickert gefragt, die Lücken nicht nur auf dem Spielfeld sondern auch daneben ausfüllen.

Bei den Abgängen von Ersatz zu sprechen fällt natürlich in erster Linie schwer. Dennoch hat der GTV zwei Neuverstärkungen zu vermelden. Wie der Trainer vom TSG Schönkirchen stößt Nico Fischer zu dem Team hinzu. Der 24jährige spielt auf Linksaußen. Des Weiteren kommt mit Christian Krause ein Rückraumspieler zum GTV. Der Student spielte im Lübecker Raum Handball und hatte zwei Jahre kein Handball mehr gespielt. Seine Erfahrung im Rückraum kann der 1. Herren auf jeden Fall weiterhelfen.

Im Gegensatz zu den anderen Jahren wollte Neutrainer Schulz keine Pause in der Vorbereitung machen, sondern von Mai an durchtrainieren um die Mannschaft bessere kennenzulernen. Wegen Urlaub, Abschlussprüfungen und Verletzungen war die Trainingsbeteiligung aber nicht immer zufriedenstellend. Dennoch konnte die Mannschaft die neue Philosphie und Idee des Coach einverleiben. Dafür gab es unter anderem Trainingsspiele, ein dreitägiges Trainingslager und eine Teambuildingmaßnahme in Form einer Kanutour.

Am kommenden Sonntag, 2. September 15 Uhr startet dann für den GTV die Saison 2012/13 mit einem Heimspiel gegen den vermeintlich starken Aufsteigern aus Heikendorf. Dann wird sich zeigen, wie weit Schulz-Sieben ist und welche Ziele man für die weitere Saison setzen kann.