Ein hübsches 31:9 (15:5) zierte am vergangenen Sonntag die neue Anzeigetafel in der Gettorfer Parkschularena. Es war in der Tat ein müheloser und ungefährdeter Sieg, obwohl Topscorer Dennis Mohr nicht mit von der Partie war. Dafür erstmals neu im Team Christian 'Dule' Faller, der vor allem durch Einsatz und Motivation eine Bereicherung für die Zweite Herren sein wird. Aber nun zum Spiel: wie gesagt, die Gettorfer Bank war reichlich gefüllt und eigentlich waren auch alle Positionen doppelt besetzt – was sich aber in der Vergangenheit nicht immer als Vorteil herausstellte.

Im Tor begann Alex Sperl, gestützt auf eine aggressive und bissige Abwehr. Folge: 1 (!!) Gegentor in den ersten 10 Minuten! Allerdings gelang es dem Gettorfer Angriff in dieser Zeit auch nur ein einziges Mal, den gegnerischen Abwehrblock bzw. Torwart zu überwinden. Es schien sich ein typisches Damen-Kreisklassen-Spiel zu entwickeln. Zwischenzeitliche Hochrechnungen auf der Bank ermittelten einen 6:6 Endstand.
Allerdings kam der Gettorfer Angriff langsam in Tritt und teilweise schöne Aktionen und Kombinationen wurden erfolgreich abgeschlossen. Da in der Abwehr weiter zornig agiert wurde und ein starker Alex im Tor nur seltenst hinter sich greifen musste (besonders zu erwähnen: 2 von drei Siebenmeter wurden klassisch vereitelt), setzten sich die Hausherren schleichend von 4:3 auf 12:3 ab. Eine kleine Vorentscheidung schien gefallen – aber auf Gettorfer Seite fürchtete man immer noch die Einwechslung eines gewissen Herrn Schlendrians. Die letzten 5 Minuten wurde dann auch wirklich etwas fahrlässiger gehandelt und so ergab sich ein Halbzeitstand von 15:5.

Ok, inzwischen sahen die Hochrechnungen etwas positiver aus, aber wer die Zweite Herren kennt… lassen wir das. Beim Pausentee wurde dann schon etwas lockerer über den Ausgang der Partie geschwätzt, dennoch mahnte Coach Müller-Mohr immer die letztjährige Aussage an („…und auch wenn wir mit 20 Toren führen, Männers, geben wir Vollgas…“), die ja bekanntlich voll nach hinten losging. Nun denn, die Ansage wurde nicht öffentlich wiederholt und im Gegensatz zum Vorjahr wurden dieses Mal Auslobungen angepriesen mit dem Ziel, unter 10 Gegentoren zu bleiben! 

Toll, vor allem für den nun eingewechselten Keeper Stegemann, der dem nun speziell auf ihm lastenden Druck standhalten musste, um nicht die Versprechungen seiner Vorderleute selbst einlösen zu müssen. Aber es lief erstaunlich gut an im zweiten Durchgang und die willige Abwehr schien für die doch inzwischen etwas ideenlos wirkenden Angriffe der Gäste unüberwindbar. Da jetzt auch die langen Pässe noch vorne klappten und konsequent in Zählbares umgemünzt wurden, konnte der Vorsprung auf 24:5 ausgebaut werden.
Aber nach 20:23 gespielten Minuten in der zweiten Hälfte, hatte der Schiedsrichter mit den zu 98%-ballbesitzenden Laboern etwas Mitleid und zeigte (wohl auch gerechtfertigt) auf den Siebenmeterpunkt. Und ja, dieser Moment beendete die Torflaute der Gäste. Und auch wenige Minuten später sollte der nächste Strafwurf die Gettorfer Torlinie passieren und kurz vor dem Einsacken diverser Getränkeversprechen geriet die „Unter-10-Gegentor-Marke“ noch einmal in Gefahr (24:7). Die Gettorfer Abwehr reagierte aber weiter mit energischem Verhalten, was zur Folge hatte, dass wirklich nur noch 2 Törchen auf Laboer Seite gelangen.

Endstand: 31:9!

An dieser Stelle möchten wir uns bei den Gästen entschuldigen, für die unser Einsatz bis zum letzten Schieripfiff etwas „überheblich“ wirkte. Aber die Auslobungen für das halbzeitig gesetzte Ziel waren einfach zu motivierend, um die Zügel nicht noch einmal schleifen zu lassen. Und dass ihr es auch wirklich besser könnt, das wissen wir ja noch aus der letzten Saison.

Am Freitag steht dann der nächste Gameday auf dem Programm – es geht ins urweit entfernte Schönberg. Auch hier fahren wir erst einmal nur hin, um nicht zu verlieren. Alles Weitere wird sich zeigen, denn die Ergebnisse unseres nächsten Gegners sind in keiner Weise einzuschätzen – und die Zusagenliste bei der Zweiten ist auch noch sehr freiflächenbehaftet.

Gettorfer TV: Alex Sperl (01.- 30.), Jan Stegemann (31.- 60.); Mark Henschel 7, Marco Landt-Hayen 5, Marc Wernecke 5/1, Christian Faller 5/3, Boris Horst-LeComte 4, Olaf Kroschel 2, Cornelius Seidler 2, Oliver Meincke 1, Dominic Grapetengeter 0, Marco Koch 0